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Kündigung Fitnessstudio: Kostenlose Vorlagen und Tipps zur Kündigung

Die Gründe für die Kündigung eines Fitnessstudios sind sehr vielschichtig. Vielleicht haben Sie in ein besseres Fitnessstudio gewechselt. Oder Sie haben einen neuen Job und arbeiten zu anderen Zeiten. Vollständiger Umzug in eine andere Stadt? Oder vielleicht wurden Sie krank und können deshalb nicht mehr trainieren. Wir bieten einige Tipps und unsere Vorlage „Kündigung Fitnessstudio: Mitgliedschaft beenden„.

Kündigung: Fitnessstudio

Kündigung Fitnessstudio – kostenlose Vorlage herunterladen

Sie möchten im Fitnessstudio kündigen? Wir bieten dafür eine kostenlose Vorlage. Das Kündigungsschreiben kann für Word, OpenOffice und Apple Pages heruntergeladen werden:

  • Vorlagen herunterladen

Wichtig: wir übernehmen für die angebotenen Muster keine Haftung. Sie verwenden die Schreiben auf eigene Gefahr. Wir empfehlen jedoch: bestehen Sie wir in der Vorlage vorgesehen auf eine schriftliche Bestätigung der Kündigung durch das Fitnessstudio. Damit ist die Kündigung rechtzeitig und die Laufzeit sowie Zahlungen enden zum angegebenen Zeitpunkt.

Kündigen im Fitnessstudio – was ist zu beachten?

Das eine Kündigung schriftlich erfolgt, ist vermutlich keine Neuigkeit. Ein Kündigungsschreiben wird aufgesetzt, unterzeichnet und beim Studiobetreiber eingereicht.

Eine Übermittlung per Fax ist nicht zu empfehlen. In jedem Fall sollte dann eine schriftliche Bestätigung der wirksamen Kündigung verlangt werden. Wird diese nicht erstellt, gilt es nachzufragen.

Ein übergreifender Tipp darum: eine wirksame Kündigung erfolgt immer per Einschreiben. So lassen sich Datum und Uhrzeit nachhalten.

Speziell in Fällen bei denen die Kündigungsfrist näher kommt, ist und der Zeitpunkt der Kündigung wichtig. Das Einschreiben beweist den Zeitpunkt der Zustellung.

Kündigungsfrist für die ordentliche Kündigung im Fitnessstudio

Um die Kündigungsfrist geht es in der Regel, wenn Sie im Rahmen der Vertragslaufzeit unter Einhaltung der Kündigungsfrist im Fitnessstudio kündigen.

Diese ist nicht allgemein festgelegt. Sie bestätigen sie, wenn der Vertrag abgeschlossen wird. In der Regel beträgt die Laufzeit der Verträge aber 12 oder 24 Monate.

Die Kündigung muss fristgerecht drei Monate vor Ende der Vertragslaufzeit erfolgen. Geschieht das nicht rechtzeitig, wird der Vertrag automatisch verlängert. Auch das wird bei Vertragsabschluss per Unterschrift bestätigt.

Es gibt auch Verträge, die befristet sind und automatisch enden. Sie verlängern sich bei Untätigkeit nicht.

Die Details zu den Kündigungsfristen finden Sie im Vertrag oder in den allgemeinen Geschäftsbedingungen, welche mit Unterschrift akzeptiert wurden.

Neben dem Weg der regulären Kündigung, gibt es in einigen Fällen aber auch die Möglichkeit den Vertrag vorzeitig zu beenden.

Sonderkündigungsrecht beim Fitnessstudio: Wann ist die außerordentliche Kündigung möglich?

Sie können den Vertrag vorzeitig kündigen, wenn besondere Umständige vorliegen. Außerordentlich kündigen ist fristlos aus folgenden Gründen erlaubt:

  • Schwangerschaft
  • aus gesundheitlichen Gründen, bei schwerer oder chronischer Krankheit (ärztliches Attest benötigt)
  • Schließung des Studios (oder Umzug)

In Abstufung dazu gibt es auch eine Sonderkündigung mit vorheriger Fristsetzung. Liegen zum Beispiel folgende Situationen vor, muss dem Studiobetreiber ein Frist zur Behebung der Situation eingeräumt werden:

  • nicht ausreichende Wartung der Geräte
  • Erhöhung der Beiträge
  • Änderung der Öffnungszeiten
  • Wegfall spezifischer Leistungen wie von einem Kurs, für den das Studio gebucht wurde

Hingegen gibt es kein Recht zur Sonderkündigung durch eigenen Umzug. Viele Fitnessstudios sind hier aber Kulant, und stornieren die Mitgliedschaft vor Ablauf der vereinbarten Vertragslaufzeit.

Gesetz gegen lange Verträge Kündigung von Fitnessstudio, Streamingabo und Mobilfunkvertrag wird einfacher

Der Gesetzgeber hat eine Regelung verabschiedet, die mit dem Stichtag am 01. März 2022 gilt und die automatische Verlängerung zu gunsten der Verbraucher verbessert.

Im Fitnessstudio kündigen ist einfacher, falls sich der Vertrag automatisch verlängert hat. Die Mitgliedschaft wird weiterhin verlängert, aber die Frist beträgt nur noch 4 Wochen.

Möchten Sie keinen Sport mehr machen, haben aber die Fristen nicht im Blick, gilt eine kürzere Laufzeit.

Davon unberührt bleibt das Recht bei Erkrankung mit schwerer Krankheit, Schwangerschaft oder anderen oben genannten Punkten bei Vorlage von einem Attest schriftlich zu kündigen.

Vorgehen bei der Kündigung

Gute Vorbereitung ist alles. Damit es keine Probleme oder ungewollte Verlängerungen gibt, empfehlen wir folgendes Vorgehen – egal ob reguläre oder außerordentliche Kündigung:

  • Vorlage herunterladen, ausfüllen und unterzeichnen
  • Kopie vom Schreiben erstellen
  • das Original per Einschreiben an das Fitnessstudio (Adresse aus ihrem Vertrag)
  • auf schriftliche Bestätigung warten, besonders wenn die Kündigungsfrist näher rückt
  • aktiv nachhaken, wenn keine Bestätigung kommt

Speziell der letzte Teil ist wichtig: die Kündigung aktiv betreuen, bis Sie eine Kündigungsbestätigung des Anbieters haben.

Wenn Sie im Studio kündigen, diese aber „leider untergegangen ist“, werden aufwendigere Verfahren notwendig. Das beste ist daher:

  • pünktlich vor Ablauf der Kündigungsfrist den Vertrag kündigen
  • aktiv am Ball bleiben

Wenn niemand reagiert, telefonisch erkundigen. Danach erneut einen Brief und im Zweifel zum Anwalt und oder dem Verbraucherschutz.

Gerichtsurteile zu Sonderkündigungsrechten

Tatsächlich ist das Recht außerordentliche Kündigung im Fitnessstudio nicht schwarz oder weiß. Es muss im Zweifel der Einzelfall betrachtet werden. Das kann, unter dem Strich, nur ein Anwalt beurteilen.

Bitte verstehen Sie unsere Seite daher als Ratgeber. Wir ersetzen keine Rechtsberatung.

Hier jedoch einige Urteile, bei denen über Einzelfälle bereits vor Gericht entschieden wurde:

  • Sonderkündigung durch durch Krankheit oder lang andauernde Verletzung können laut einem Grundsatzurteil des BGH als wichtiger Grund für die Kündigung gelten: AZ XII ZR 42/10 des BGH
  • Zur Schwangerschaft liegt kein Urteil des BGH vor, es gibt auch unterschiedliche Rechtsprechungen dazu. Siehe zum Beispiel Urteil vom Amtsgericht München (Az. 251 C 26718/09)

Bei der Kündigung durch nicht erbrachte Leistungen, speziell wenn eine ausreichende Frist zur Abhilfe vorab gestellt wurde, ist die Rechtsprechung relativ eindeutig. Das kann der Fall sein, wenn vertragliche Pflichten nicht erfüllt werden, zum Beispiel weil Trainingsgeräte über längeren Zeitraum nicht genutzt werden können oder die Räumlichkeiten durch Renovierung oder Umbau über längere Zeit nicht zur Verfügung stehen.